Dienstag, 4. März 2014

"Rheinische Völkerverständigung" im Schatten des Doms

Denn wenn dat Trömmelche jeit, dann stonn mer all parat,
un mer trecken durch de Stadt, un jeder hätt jesaat:
Kölle alaaf, alaaf.....Kölle alaaf!

Tja, und weil auch mir "Kölle alaaf", sprich Köln über alles geht, so die Übersetzung für die nicht rheinischen Frohnaturen unter uns, bin ich auch in diesem Jahr nicht ohne Kostümnähen davon gekommen. 

Allerdings stand das Kostüm in diesem Jahr ganz im dem Zeichen der rheinischen Völkerverständigung. Dazu muß gesagt werden, dass der Mann in meinem Leben und auf meiner Couch gebürtiger Düsseldorfer ist. Was das für mich als echt kölsches Mädchen bedeutet, kann jeder erahnen, der ein bisschen um die Köln-Düsseldorfer Fehde weiß, die glaubt man meinem Mann schon seit der legendären Schlacht von Worringen währt......und die war immerhin bereits im Jahr 1288 n.Chr. Eine ausreichend lange Zeit also, in der die Düsseldorfer beständig versuchen die Ermangelung eines Wahrzeichens wie es der Kölner Dom in all seiner gotischen Pracht ist, mit Pomp und Gloria einer sündhaft teuren Einkaufsstraße wett zu machen und mit einem Bier, welches genau so heißt wie es schmeckt: ALT.....;-)

Dazu sei gesagt, keiner von uns beiden ist militant veranlagt, und die gegenseitigen Neckereien sind immer harmloser Spaß. Nur wenn er dann beim Rosenmontagszug hemmungslos "Helau" statt "Alaaf" schreit, da hört bei mir der Spaß auf! Darum gab es in diesem Jahr für jeden von uns das passende Kostüm. Ich hätte auch sagen können: Jedem das, was er verdient ;-)

So bekam ich dann das Kostüm für die echt kölschen Mädchen und er die Düsseldorfer Variante. (Schnittmuster aus einer Karnevals-Burda aus den 90ern) Die Herausforderung war hierbei nicht das Tragen des Kostüms, sondern den Mann auch heil wieder nach Hause zu bekommen.
Aber getreu dem kölschen Motto:
Et hätt noch immer jot jejange......., ist er heil wieder zu Hause angelangt.

Darum lasst Euch am heutigen Creadienstag noch ein bisschen in den kölschen Fastelovend entführen, der heute Abend mit der "Nubbelverbrennung" für ein ganzes Jahr wieder endet.....bis es im nächsten Jahr wieder heißt:

Un wenn dat Trömmelche jeit........!








Liebe Grüße, Andrea 

Montag, 17. Februar 2014

Hemden bügeln kann ja jeder.....

Ich zerschneide sie ganz einfach...., um sie dann wieder zusammen zu setzen.... Nur ganz anders als vorher, versteht sich.
So lange habe ich dieses Projekt schon im Kopf, aber irgendwie bin ich noch nicht dazu gekommen.
Am Freitagabend, nachdem ich eine neue Klinge für meinen Rollschneider erstanden habe, war es dann so weit. Ich habe mir den Stapel Hemden geschnappt, aus denen der Herr des Hauses "herausgewachsen" ist, die aber viel zu schade für die Altkleider sind und habe angefangen, unzählige Quadrate im Format 15x15 cm zu schneiden....
Ich musste einfach mal eine rein meditative Näharbeit haben, und da erschien mir das Projekt "Patchworkdecke für den Mann auf meiner Couch" als sehr geeignet.....

Hier die ersten Bilder:




Okay, die Sterne und die Punkte hatten kein Vorleben als Herrenhemd und haben sich einfach aus Designgründen aus meinen Stoffvorräten dazwischen geschlichen....aber ich finde, sie passen sehr gut. 

Inspiriert hat mich übrigens ein Bild, das ich bei Pinterest gesehen habe und zwar dieses:




Am Donnerstag beginne ich mit einer 4 wöchigen ambulanten Reha. Da ich noch nicht weiß, was da zeitlich und kräftemässig auf mich zu kommt, finde ich so ein wohntextiles Projekt ganz geeignet. Und nicht zuletzt will ich ja auch jemandem eine Freude machen, der mich bei all meinen nähtechnischen Vorhaben immer und zu jeder Zeit unterstützt und mir so eine tolle Werkstatt gezaubert hat :-).

Bilder folgen! 

Ich wünsche Euch eine schöne Woche,
Liebe Grüße,

Andrea