Dienstag, 9. Dezember 2014

FroschKönigin.....oder....Nicht jeden Frosch muss man gleich an die Wand werfen.....

Lang, lang ist's her.......

nicht nur das Märchen vom Froschkönig, sondern auch mein letzter Blogpost.....
Das hat nicht etwa damit zu tun, dass ich nichts Genähtes vorzuweisen hätte......im Gegenteil!
Aber irgendwie ist das Jahr so an mir vorrüber gerauscht....Kennt Ihr das? Auf einmal ist wieder Winter....,und ich gebe auch zu, die für mich genähten Kleidungsstücke diesen Jahres sind entweder nicht wirklich fertig geworden, oder aber sie entsprachen schlußendlich doch nicht meinen zuvor klaren Vorstellungen.
Dabei ist mein Kopfkleiderschrank übervoll! Ich habe mir für das neue Jahr viel vorgenommen. Unter anderem eben auch das regelmäßige bloggen. Wir werden sehen.....

Nun aber so kurz vor dem Jahresende doch noch mal ein Beitrag, der eine echte "Herzenssache ist"!

Vor einigen Monaten entdeckte meine große Tochter auf dem Sofa meiner 81jährigen Nachbarin Ilse einen großen, in Patchwork Art genähten Frosch, den Ilse einstmals für Ihren Sohn genäht hat.
"Mama, den will ich auch", lautete der entzückte Aufschrei meiner immerhin erwachsenen Ältesten. Nicht so, dass sie nicht kürzlich von mir ihre erste eigene Nähmaschine bekommen hätte......aber mein Gedächtnis ist natürlich wie das eines Esels, wenn es sein muß.
Und so habe ich ihr, nachdem die liebe Ilse doch tatsächlich die Burda von ANNO 1984 vom Dachboden gezaubert hat (Ilse besitzt Burdahefte aus gefühlten 50 Jahren!) und mir sogar ein Reststück des von ihr damals für den Frosch verwendeten grünen Stoffes strahlend überlassen hat (1984 in der Stoffabteilung von Hertie gekauft), den heißersehnten royalen Mitbewohner genäht.
Dies habe ich natürlich nicht getan, ohne ihn mit meiner Stickmaschine zu personalisieren und ein zeitgenössischem Farb- und Stoffdesign zu wählen.

Aber ich finde, er passt ganz prima zu seinem ein kleines bisschen in die Jahre gekommenen Vorbilds, wie Ihr auf der nachfolgenden Bilderflut sehen könnt.


Und was soll ich Euch sagen, die Freude meiner Tochter am vergangenen Wochenende zu ihrem 23.Geburtstag war riesengroß :-) Manchmal möchten eben auch große Kinder noch mal ganz klein sein....


So, nicht ohne Euch den heutigen Creadienstag wärmstens ans Herz zu legen, wünsche ich Euch viel Spaß beim Bilder ansehen.


Habt wie immer die Sonne im Herzen!

Liebe Grüße,
Andrea














Dienstag, 4. März 2014

"Rheinische Völkerverständigung" im Schatten des Doms

Denn wenn dat Trömmelche jeit, dann stonn mer all parat,
un mer trecken durch de Stadt, un jeder hätt jesaat:
Kölle alaaf, alaaf.....Kölle alaaf!

Tja, und weil auch mir "Kölle alaaf", sprich Köln über alles geht, so die Übersetzung für die nicht rheinischen Frohnaturen unter uns, bin ich auch in diesem Jahr nicht ohne Kostümnähen davon gekommen. 

Allerdings stand das Kostüm in diesem Jahr ganz im dem Zeichen der rheinischen Völkerverständigung. Dazu muß gesagt werden, dass der Mann in meinem Leben und auf meiner Couch gebürtiger Düsseldorfer ist. Was das für mich als echt kölsches Mädchen bedeutet, kann jeder erahnen, der ein bisschen um die Köln-Düsseldorfer Fehde weiß, die glaubt man meinem Mann schon seit der legendären Schlacht von Worringen währt......und die war immerhin bereits im Jahr 1288 n.Chr. Eine ausreichend lange Zeit also, in der die Düsseldorfer beständig versuchen die Ermangelung eines Wahrzeichens wie es der Kölner Dom in all seiner gotischen Pracht ist, mit Pomp und Gloria einer sündhaft teuren Einkaufsstraße wett zu machen und mit einem Bier, welches genau so heißt wie es schmeckt: ALT.....;-)

Dazu sei gesagt, keiner von uns beiden ist militant veranlagt, und die gegenseitigen Neckereien sind immer harmloser Spaß. Nur wenn er dann beim Rosenmontagszug hemmungslos "Helau" statt "Alaaf" schreit, da hört bei mir der Spaß auf! Darum gab es in diesem Jahr für jeden von uns das passende Kostüm. Ich hätte auch sagen können: Jedem das, was er verdient ;-)

So bekam ich dann das Kostüm für die echt kölschen Mädchen und er die Düsseldorfer Variante. (Schnittmuster aus einer Karnevals-Burda aus den 90ern) Die Herausforderung war hierbei nicht das Tragen des Kostüms, sondern den Mann auch heil wieder nach Hause zu bekommen.
Aber getreu dem kölschen Motto:
Et hätt noch immer jot jejange......., ist er heil wieder zu Hause angelangt.

Darum lasst Euch am heutigen Creadienstag noch ein bisschen in den kölschen Fastelovend entführen, der heute Abend mit der "Nubbelverbrennung" für ein ganzes Jahr wieder endet.....bis es im nächsten Jahr wieder heißt:

Un wenn dat Trömmelche jeit........!








Liebe Grüße, Andrea